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Cien porciento lucha

Gestern Abend hatten wir unsere erste Begegnung mit der mexikanischen Wrestling – Kultur. Zusammen mit einem Journalisten von der Lokalzeitung „el Informador“ und einem seiner Kumpel sind wir zum lucha libre gegangen. Bevor es richtig losging haben wir mit den beiden noch ein Bierchen in einer Bar gegenüber der Arena getrunken. Aus Versehen durfte ich dort eingelegte Schweineschwarte probieren, eine mexikanische Delikatesse. Vor der Arena gab es so was wie einen walk of fame, der pensionierten oder verstorbenen luchadores von Guadalajara, wo sich u.a. der Stern von el enfemero befand. Das Publikum bestand aus einer bunten Mischung, der Fanclub der „Putos de abajo – me lleva tu mama“ war auch eigens angereist. Außerdem jede Menge kleine Jungs mit ihren Familien, die hatten natürlich alle brav ihre Masken auf und auch die weiblichen Fans haben ihre pinken Masken aufgesetzt. Wir haben uns natürlich nicht zu den putos de abajo gesetzt, sondern in den oberen Reihen  Platz genommen. Das ganze Spektakel wurde dann stilecht mit Nebelmaschinen, heißen Nummerngirls und einem Stadionsprecher angekündigt. Vor jedem Kampf wurden die luchadores dann von ihm aufgerufen und von den Mädels empfangen. Eine war ganz besonders adrett, die Dame hatte bestimmt Körbchengröße Z und einen Hintern auf dem man kein Glas, sondern mehrere Bierhumpen drauf abstellen konnte. Sie trug eine knallrote BH-Hosenkombi aus Plastik.  

Die luchadores selbst waren ganz besonders sexy mit ihren Masken und hautengen Glitzer- Turnhöschen. Einer war ganz besonders heiß, asesino negro, ein gestandener señor von bestimmt sechzig Jahren und der Statur eines Bierfasses. Im Laufe des Kampfes wurde ihm seine Frisur ruiniert und eine wilde Afro-Mähne kam zum Vorschein. Ein anderer hat ungewollt auf Sado - Maso gemacht in seinem schwarzen Leder-Nietenoutfit. Andere haben sich aber auch einfach mit Capes in allen Farben, weißen Leopardenjäckchen oder Lederjacken zufrieden gegeben. Bei jedem Kampf, meist eine Horde von vier Maskierten, gab es immer eine gute und böse Fraktion. Zuerst wurden immer die guten bis zum geht nicht mehr fertig gemacht, sodass sie sich auf dem Boden gewunden haben. An asesino negro sind sie natürlich alle gescheitert. Während dessen hat sich das Publikum mit „chinga tu madre“ und „puto/ maricón“ Sprechchören vergnügt, wobei sich so manche gestandene señora vergessen hat. Dann durften die guten natürlich auch mal ordentlich drauf hauen. Zum Teil haben die aber echt krasse akrobatische Einlagen gebracht. Von Flicflacs, Salti, über Hechtsprünge in den Ring und übereinander bis elegantem Balancieren auf den Ringseilen. Dem wütenden Mob, also uns, wurde einiges geboten! Aber am besten waren natürlich die Auftritte der luchadores vor jedem Kampf. Shirin und ich haben uns immer über jedes neue abwechslungsreiche Kostüm gefreut.

Auf dem Rückweg sind wir dann noch entspannt über den Kleinmädchenstrich geschlendert, wo eine dezent gestilte Transe unseren Weg gekreuzt hat. Alles in allem ein mega lustiger Abend      

19.11.09 04:59

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(19.11.09 06:22)
vlcphtushsvlnwlyhcvluwsspakcsl


don-clötscho (19.11.09 09:21)
Bitte, bitte, bitte sag mir, dass du fotos davon hast!!!
Bis heute abend Teuerste.
Beso

ps: chin, chin, chinga tu madre

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